Tiefkühlkost und Nachhaltigkeit: Passt das zusammen?
Mittwoch, 07. Juli 2010
Bildquelle: aid
Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Wort. Das weiß auch die Tiefkühlbranche. Doch existieren bislang kaum brauchbare interne Daten, aus denen sich ein Handlungsleitfaden ableiten ließe. Deshalb holte das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) aus Köln in 2009 das Freiburger Öko-Institut ins Boot. Ein glaubwürdiger und unabhängiger Partner, mit dem gemeinsam das dti seither die Klimabilanz der TK-Branche in Deutschland untersucht.
Ziel der Zusammenarbeit ist die Identifizierung des Status Quo und das mittel- bis langfristige Ausarbeiten von Potentialen zur Optimierung in Sachen «Klimaschutz und Tiefkühlkost». Um dem Thema gerecht zu werden, bildeten die Fachleute einen Arbeitskreis, dem versierte Experten und Wissenschaftler angehören.
Schnell fiel der Entschluss, anhand einer Vorstudie einen Status zur Bilanzierung der im Produktlebensweg entstehenden Treibhausgasemissionen sowie Ansatzpunkte für Verbesserungen in Sachen Nachhaltigkeit zu ermitteln. Der Startschuss fiel im Herbst 2009 und besteht aus einem Pilotvergleich sowie einer Stoffstromanalyse beispielhafter Produktkategorien. Wichtige Erkenntnis: Eine pauschale Verurteilung von TK-Kost mit Blick auf Klimaaspekte ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.
Diese wichtige Aussage gilt es in einer repräsentativen Studie noch näher zu beleuchten. Kurzum: Der Status Quo scheint gar nicht so schlecht auszusehen. Darauf aufbauende Definitionen von «Best Case» und «Best-Practice-Optionen» sind möglich und machen Sinn. Mit der Bearbeitung weiterer Produktbeispiele und der Betrachtung von Bandbreiten für zentrale Parameter soll jetzt ein repräsentativer Vergleich erarbeitet werden. Lesen Sie hierzu auf dem dti-Server «Die Energiebilanz von Tiefkühlkost - eine Branche regt sich nachhaltig».