Lebensmittelverpackungen sollen verpflichtende Informationen zum Nährwertgehalt der Lebensmittel und Tagesbedarf enthalten. Das Parlament hat Mitte Juni über einen entsprechenden Gesetzesentwurf abgestimmt. Der Vorschlag zur Einführung eines «Ampel»-Systems um den Salz-, Zucker- und Fettgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln anzugeben, wurde dabei abgelehnt.
Mit 559 Ja-Stimmen, 54 Nein-Stimmen und 32 Enthaltungen hatten die Abgeordneten den Bericht von Renate Sommer (Deutschland) angenommen. Verbraucher sollen dadurch eine gut überlegte Wahl treffen können, während gleichzeitig die administrativen und finanziellen Auswirkungen für die Lebensmittelbranche so weit wie möglich eingegrenzt werden sollen.
«Für die Hersteller und Händler von Lebensmitteln ist die Vielfalt der existierenden Gesetze mittlerweile nur noch schwer überschaubar. Alle diese Missstände soll der vorliegende Verordnungsentwurf durch eine EU-weit einheitliche Lebensmittelkennzeichnung beseitigen», sagt Sommer in einer Presseinfo des EU-Parlaments.