Außer-Haus-Markt: in Deutschland nach wie vor stabil
Mittwoch, 02. Juni 2010
Bildquelle: bve
Neben dem Lebensmittel-Einzelhandel ist der Außer-Haus-Markt der zweite wichtige Absatzkanal für die Ernährungsindustrie in Deutschland. Dieser Markt umfasst vier Segmente: die klassische Bedienungsgastronomie, Imbisse und Schnellrestaurants, Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung sowie die Erlebnisgastronomie.
Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage fielen die Umsätze im Außer-Haus-Markt 2009 nach Angaben des Crest Onlinepanels der npdgroup Deutschland um 1,4 Prozent im Vergleich zu 2008 auf 63,3 Milliarden Euro (Angaben ohne Verpflegung im Gesundheitssektor). Im gleichen Zeitraum sank die Anzahl der Besuche um 2,4 Prozent. Betriebskantinen wurden 2009 zwar stärker frequentiert, leiden aber sehr unter der gestiegenen Kurzarbeit. So sanken 2009 die Konsumentenausgaben in diesem Segment um 1,1 Prozent, die Zahl der Besuche ging um 3,4 Prozent zurück.
Im europäischen Vergleich blieben die Umsätze im deutschen Außer-Haus-Markt 2009 jedoch relativ stabil. So sind zum Beispiel in Großbritannien und Spanien, beides Länder mit traditionell starkem Außer-Haus-Konsum, die Umsätze um 3,6 Prozent respektive 5,5 Prozent eingebrochen - berichtet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) aus Bonn in ihrer Zusammenfassung «Der Außer-Haus-Markt - ein befriedigendes Jahr 2009».